Alternative für Deutschland - Baden-Württemberg

Eintagsküken

KV-MANNHEIM - 02.04.2021

Als erstes Land will Deutschland nun per Gesetz das Töten von männlichen Eintagsküken verbieten. Bei diesem Thema stehen sich Tierwohl und Nachhaltigkeit gegenüber. Heute wird zum Glück beim „Hühnerschreddern“ nicht mehr weggeschaut und konsequenterweise ein Verbot geplant. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom Juni 2019 bleibt uns auch nichts anderes übrig. Ab dem 1. Januar 2022 darf kein Eintagsküken mehr wegen seines Geschlechts getötet werden. Hähne legen aber bekanntlich keine Eier. Wie geht man mit Hähnen zukünftig um?

Entweder werden zukünftig die männlichen Küken der Legehühnerrassen aufgezogen und vermarktet. Kleineren Initiativen gelingt inzwischen dieser Umgang mit der sogenannten Bruderhähne. Im großen Stil funktioniert der künstlich geschaffene Markt allerdings nur mit Lohnmast. Stallplätze für 45 Mio. Hähne sind in Deutschland aber nicht zu realisieren. Das Zweinutzungshuhn wird von den Bioverbänden favorisiert, fristet aber ein Nischendasein. Die männlichen Hühner werden gemästet und die Hennen legen Eier. Weder im Fleischansatz noch in der Legeleistung erzielen sie Höchstleistungen – in der Regel liefern sie ein Drittel weniger Eier und Fleisch. Doch dafür dürfen beide Geschlechter leben Bleibt noch die Geschlechtsbestimmung im Ei. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat seit 2008 die die Entwicklung von Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei mit 8 Millionen Euro gefördert. Das Geschlecht der Embryonen wird in den Brütereien in Deutschland bereits im Brutei bestimmt und die Eier mit männlichen Embryonen werden aussortiert und nicht ausgebrütet. Eigentlich die Lösung so darf man meinen.  Allerdings sieht ein weiterer Gesetzentwurf vor, dass ab dem 1. Januar 2024 kein Hühnerembryo nach dem 6. Bebrütungstag getötet werden darf. Grund dieses Gesetzes ist die bestehende Unklarheit, ob Hühnerembryos  am 6. Tag schon Schmerz empfinden.

Es existiert derzeit also kein Verfahren, das auch nach 2024 angewendet werden darf. Tierwohl und Nachhaltigkeit stehen sich beim Thema „Kükentöten“ gegenüber. Ohne Kompromisse geht es nicht, denn die eine Lösung wird es nicht geben.

Ein solcher Kompromiss könnte sein, das Töten von Embryos bis zum 10. Tag noch Legen des Eis zu erlauben und die Forschung bezüglich einer früheren Geschlechtsbestimmung von männlichen Hühnern zu intensivieren.

 

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